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Faszination Flugzeug

Airshow Feuerfoto - Blue Angels
Airshow Feuerfoto - Blue Angels

Flugzeuge üben eine ganz besondere Anziehungskraft auf viele Menschen aus. Das ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass der uralte Traum des Fliegens tief in uns verankert ist. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit konnten sich so viele diesen Traum erfüllen. Sei es als Berufspilot, Hobbypilot oder schlicht als Passagier – heute ist Fliegen für Jedermann möglich. Und selbst die Menschen, die sich nicht selbst in die Lüfte schwingen, können sich der Faszination der fliegenden Maschinen kaum entziehen.

Die Airshow ist ein Wallfahrtsort für Fans

Was sind Plane Spotter?

Eine ganz eigene Art von Flugzeugfans sind die sogenannten Spotter (engl. „to spot“, etwas erkennen oder sichten). Sie sind in der Regel mindestens mit einem Fernglas ausgerüstet, doch die meisten besitzen eine ansehnliche fotografische Ausrüstung, um ihre Entdeckungen im Bild festzuhalten. Weitaus mehr Flugzeugbilder kommen inzwischen von diesen privaten Hobbyfotografen als von professionellen Agenturen. Und häufig sind es schlicht auch die besten Bilder, die ein Spotter schießt, weswegen viele Agenturen hier auch ihre Flugzeugbilder einkaufen. Denn diese Menschen fotografieren aus Leidenschaft und wissen, wie man als Fan einen Flieger sehen möchte.



Flugzeug Rarität
Flugzeug Rarität

Flugzeugbilder sind populärer denn je

Diese Flugzeugbilder sind in Zeiten der Digitalfotografie und des Internets natürlich noch sehr viel populärer geworden. Konnte man sich früher nur über Fachzeitschriften oder Insider-Informationen ein Bild von neuen Verkehrs- oder Militärflugzeugen machen, muss man heute nicht mehr darauf hoffen, dass irgendwann das Modell am eigenen Himmel zu sehen sein wird. Vielmehr kann man aus einer Vielzahl von Fotos wählen, die von Fans in der ganzen Welt geschossen und veröffentlicht werden. Natürlich gibt es auch heute noch Ausnahmen, besonders bei brandneuen Flugzeugen oder militärischen Geheimprojekten. Aber auch hier hat sich die Wartezeit deutlich verkürzt, denn wenn irgendwo auf der Welt ein Spotter ein solches Objekt vor die Linse bekommt, ist es auch bald im Internet zu finden. Doch was ist so faszinierend an Flugzeugbildern? Es ist ähnlich wie bei jeder Art der ästhetischen Fotografie von natürlichen oder künstlich geschaffenen Objekten. Eine schöne Frau oder ein schönes Auto sind Motive, bei denen keiner die Ästhetik in Frage stellt. Flugzeugbilder sind für Außenstehende aber in der Regel einfach Schnappschüsse von Rümpfen mit Flügeln. Dabei gilt die Regel, dass ein Flugzeug, das gut aussieht, auch gut fliegt, umso mehr für die Fotografie.



Tigermeet in Lechfeld - Flugzeug Rarität
Tigermeet in Lechfeld - Flugzeug Rarität

Begeisterung für Luftfahrt

Natürlich gibt es bei den Spottern auch verschiedene Gruppen. Manche legen sich in der Nähe von Landebahnen großer Flughäfen auf die Lauer und fotografieren ausschließlich zivile Verkehrs- und Frachtflugzeuge. Andere wollen lieber kleinere Sport- und Geschäftsflugzeuge ablichten, doch ein großer Teil der Spotter konzentriert sich auf Militärflugzeuge. Das hat nichts mit Kriegsbegeisterung oder gar -verherrlichung zu tun, sondern vor allem mit Technikbegeisterung. Es ist nun einmal so, dass militärische Luftfahrzeuge meist den Gipfel der technischen Entwicklung darstellen. Sie in allen Konfigurationen und Ausführungen abzulichten, ist für viele Spotter daher eine Ehrensache. Und auch innerhalb der Gruppe der Militärflugzeuge gibt es weitere Untergruppen. So konzentrieren sich manche ausschließlich auf die Luftwaffe oder Marine, andere fotografieren alle Waffengattungen. Die Unterscheidung zwischen Jagdflugzeugen, Bombern, Aufklärern oder Transportflugzeugen ist auch längst noch nicht endgültig. Immer wieder gibt es Varianten, die sich in keine einzelne Gruppe einordnen lassen. Beim Militär selbst hat das Spotting eine große Tradition, denn es ist natürlich überlebenswichtig, im Einsatz die Flugzeuge von Freund und Feind auf den ersten Blick unterscheiden zu können. Im Ersten Weltkrieg stand man vor dem Problem, dass viele Flugzeugmodelle sich auch auf den zweiten und dritten Blick häufig nur schwer unterscheiden ließen, besonders im Luftkampf. Daher führte man Markierungen auf dem Rumpf ein, die sich je nach Fantasie und Vorschriftenlage ausbauen ließen. Am bekanntesten dürfte dabei natürlich der rote Anstrich des Barons von Richthofen sein, doch auch innerhalb von Staffeln wurde es notwendig, ohne Funkverkehr sofort die Flugzeuge ihren Piloten zuordnen zu können.



Nose Art Big Chief
Nose Art Big Chief

Nose Art: Individuell gestaltete Flugzeuge

Da insbesondere Kampfpiloten eine ganz eigene Art von Menschen sind, entwickelten sich beinahe zwangsläufig auch individuelle Bilder auf den Flugzeugrümpfen. Der eine bemalte ihn mit dem Konterfei seiner Freundin, der andere wählte ein schlichtes Symbol oder auch eher abschreckend wirkende Motive wie Totenköpfe, um den Gegnern zu zeigen, was Sache ist. Heute nennt man diese Bilder Nose Art, denn vor allem im Zweiten Weltkrieg wanderten diese Kunstwerke mit fortschreitender Entwicklung der Flugzeugtechnik immer weiter nach vorne. Besonders bekannt sind hierbei die amerikanischen Warbirds, die hier mehr Freiheiten hatten als viele andere Nationen. Während die Jagdflieger meist ein persönliches Symbol wählten, wurden große Bomber mit Nose Art versehen, die für die Besatzung eine besondere Motivation wurde. Benannte eine Mannschaft das eigene Flugzeug beispielsweise mit einem Mädchennamen und verpasste dem Rumpf eine entsprechende Nose Art, wurde die „Beziehung“ zwischen Männern und Maschine persönlich. Man saß nicht einfach in irgendeinem Flugzeug, sondern flog mit „seiner“ Betty in den Einsatz. Heute findet man Nose Art noch immer, wenngleich moderne militärische Vorschriften hier (leider) die Kreativität etwas einbremsen. Am verbreitetsten sind sie noch immer an den alten Warbirds der Ära des Zweiten Weltkrieges, doch auch in den großen Luftkriegen, die darauf folgten, war Nose Art immer mit dabei.



Sun & Fun 2010 Airshow
Sun & Fun 2010 Airshow

Die Airshow ist ein Wallfahrtsort für Fans

Um in den Genuß solcher Nose Art auf älteren Flugzeugen zu kommen, empfiehlt sich der Besuch einer Flugschau. Diese oft auch einfach mit dem englischen Begriff Airshow bezeichneten Ausstellungen zeigen Klassiker und moderne Flugzeuge, je nach Schwerpunkt häufig mit einem militärischen Hintergrund. Besonderes Element einer Airshow sind jedoch die Flugvorführungen, die in Deutschland leider seit dem Unglück in Ramstein von 1988 in der Öffentlichkeit ein eher schlechtes Image haben. Doch für Fans von Flugzeugen ist der Besuch einer Flugschau einfach wichtig, zumal die Sicherheitsvorkehrungen heute sehr viel besser sind als damals. Reine Aerobatic-Vorführungen (also militärische Kunstflugvorführungen) sind in Deutschland aber noch immer die Ausnahme. Im Ausland findet man hingegen bei jeder Airshow auch ein professionelles Kunstflugteam der eigenen Streitkräfte – etwas, dass es in dieser Form hier nicht mehr gibt. Ganz ohne Flugvorführungen muss man aber selbst hier nicht mehr auskommen, denn auf Airshows wie der ILA in Berlin werden Flugzeuge auch in Aktion am Himmel gezeigt. Enthusiasten haben einen regelrechten Airshow-Tourismus entwickelt und lassen sich nicht davon abhalten, zivile und militärische Flugschauen in aller Welt zu besuchen.