Lärmgegner protestieren im Flughafen Berlin-Schönefeld
Berlin – Mehrere hundert Fluglärmgegner aus Berlin und dem Umland haben am Samstag in der Abflughalle des Flughafens Berlin-Schönefeld demonstriert.
Mit Plakaten und Aktionen wie Trommeln, Pfeifen und Singen protestierten sie gegen den Fluglärm, den sie vom neuen Flughafen Berlin Brandenburg befürchten. Sie fordern unter anderem ein absolutes Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr.
Der Flughafen soll am 3. Juni in Betrieb gehen. Aufgerufen hatte das Aktionsbündnis Berlin-Brandenburg (ABB).
Nach Ansicht des Epidemiologen Eberhard Greiser ist sich die Wissenschaft mittlerweile einig, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Fluglärm und Herz- und Kreislaufkrankheiten besteht. «Das heißt: Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche und coronale Herzkrankheiten», sagte Greiser am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Fluglärm sei vor allem nachts schädlich. Für eine Studie über die Auswirkungen von Fluglärm hatte Greiser Daten von einer Million Versicherten aus dem Raum Köln/Bonn ausgewertet.
