Neun Tage Streik am Frankfurter Flughafen

Mittwoch, 21. März 2012 - 17:25

Frankfurt/Main – Ein heftiger Arbeitskampf am Frankfurter Flughafen ist am Mittwoch endgültig beigelegt worden.

Insgesamt fielen über 1700 Flüge mit rund 170 000 Passagieren aus. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) wollte für Verkehrsdisponenten, Vorfeldlotsen und Flugzeug-Einweiser mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen erzwingen.

Der Flughafenbetreiber Fraport hielt mit eigens geschulten Ersatzmannschaften dagegen. Eine Chronologie:16. Februar: Der Streik der rund 200 Vorfeld-Beschäftigten beginnt um 15.00 Uhr.

Nach sieben Stunden ist der Arbeitskampf zunächst beendet. 17. Februar: Nach 14 Stunden beendet die GdF ihren zweiten Streiktag. 20. Februar: Nach einer Pause über das Wochenende geht der Streik weiter. Statt der zunächst geplanten 24 Stunden soll er 48 Stunden dauern. 21. Februar: Die Gewerkschaft verlängert den Ausstand bis Freitagnacht.

22. Februar: Nach fünftägigem Streik wird der Arbeitskampf am Abend vorerst beendet. Die GdF nimmt ein Gesprächsangebot von Fraport an. 23. Februar: Fraport und die GdF kehren an den Verhandlungstisch zurück. Es fallen aber noch viele geplante Flüge aus. Die GdF fordert erhebliche Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten.

Laut Fraport laufen die Forderungen für einzelne Beschäftigte auf bis zu 70 Prozent höhere Entgelte hinaus. 24. Februar: Die Gespräche über ein neues Tarifwerk scheitern. 26. Februar: Die nächste Streikrunde beginnt um 21.00 Uhr. Der Arbeitskampf soll zunächst bis zum 1. März um 5.00 Uhr andauern. 28. Februar: Das Arbeitsgericht Frankfurt stoppt den für den nächsten Tag angekündigten Unterstützungsstreik der Lotsen für ihre streikenden Kollegen auf dem Vorfeld.

Die GdF hatte nahezu den gesamten Flugverkehr auf dem größten deutschen Drehkreuz für sechs Stunden lahmlegen wollen. 29. Februar: Das Arbeitsgericht Frankfurt untersagt auch den Streik der Vorfeldmitarbeiter. Die GdF verzichtet auf eine Berufung und organisiert mit Fraport die schnelle Beendigung des Streiks. 21. März: Die Parteien einigen sich auf einen Tarifvertrag. Neue Streiks sind damit vom Tisch.

Beitrag kommentieren: